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Preispolitik Preispolitik bezieht sich, erwerbswirtschaftlich betrachtet, auf alle Maßnahmen, mit denen Einfluß auf die Preise von Produkten und Dienstleistungen genommen wird. Diese aktive Handhabung
der Preisgestaltung ist allgemein ein Kennzeichen gewinnorientierter Unternehmen.
Staatliche und städtische Museen und Sammlungen dagegen haben einen öffentlichen
Auftrag, weswegen sie in ihrer Preisgestaltung nicht autonom sind. Ihre
Preispolitik muß sich eher nach sozialen und kultur- politischen Kriterien
richten. Eintrittspreise haben daher in der Regel für das Museum nur geringe
ökonomische Funktion und sind somit keine wesentlichen Determinanten der
Kosten-Erlös-Situation des Museums. Die in der Erwerbswirtschaft üblichen
Preisbildungsverfahren können nicht auf den Museumsbereich übertragen
werden. In diesem Zusammenhang ist auf ein Problem hinzuweisen, das für ein Museums-Marketing von übergreifender Bedeutung ist. Im Bewußtsein vieler Bürger ist Kultur noch ein verzichtbares Gut ohne dringenden Bedarf; kulturelle Bedürfnisse rangieren auf einer allgemeinen Bedürfnisskala sehr weit unten. Die Zahlungsbereitschaft der Besucher ist dementsprechend gering. Auch Privatmuseen, die in ihrer Preisbildung und -festsetzung frei sind, können diesen Sachverhalt nicht übersehen. Kostenorientierte Preisbildungsverfahren der Erwerbswirtschaft können allerdings im Museumsbereich dazu verwendet werden, eine gesicherte Grundlage zu errechnen, die nun als Basis für besucherbezogene Subventionsforderungen an Stadt oder Gemeinde dienen kann. Für ein Museums-Marketing ergibt sich insgesamt die Konsequenz, stärker die produkt- und kommunikationspolitischen Instrumente einzusetzen, vor allem um nachhaltig positive Veränderungen beim musealen Leistungsangebot und beim erlebten oder erwarteten Nutzen zu bewirken, sowie die kulturellen Bedürfnisse auf der individuellen Bedürfnisskala höher zu positionieren. Obwohl, wie gerade beschrieben, der Einsatz der Preispolitik im Museums-Marketing nur von untergeordneter Bedeutung erscheint, sind dennoch Möglichkeiten einer aktiven Preisgestaltung gegeben: Preisdifferenzierung Kombination des Eintrittspreises
mit anderen Serviceangeboten Gerade hier sehen wir ein breites Feld für
kreative Aktionen, um einen langfristigen Kontakt des Besuchers mit dem
Museum zu erreichen. Erhöhte Eintrittspreise
für Sonderausstellungen Erhöhte Eintrittspreise
für Sonderveranstaltungen Indirekte Kostenorientierung
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Vorwort |
Was ist Museums-Marketing? |
Situationsanalyse und
Positionsbestimmung |
Bilder und Grafiken stammen von der
Künstlerin Khanh Hua. |