|
Die Gestaltung des formalen Angebotes Das formale Leistungsangebot des Museums besteht aus drei Komponenten, die in enger Beziehung zueinander stehen und nur aufeinander abgestimmt gestaltet werden sollten. Das Museumsgebäude Hierzu
zählen wir das Haus als Gesamtheit, die Kassenzone und den Eingangsbereich,
die Räume (Anordnung und Einrichtung), die Wegeführung, die Atmosphäre,
die Ausstattung mit Toiletten und Garderoben und die Öffnungszeiten. Die Exponate Gemeint ist hier die Präsentation von Einzelexponaten einerseits und ganzer Sammlungen und Ausstellungen andererseits, wobei zu unterscheiden ist zwischen Sonder-, Wander- und Zielgruppenausstellungen. Von besonderer Bedeutung sind die Anordnung und Zugänglichkeit der Exponate. Die Information Hierzu gehören die Erläuterungen an den Exponaten und die Verständlichkeit der Hinweise, ferner Texttafeln, Fotos, der gesamte Medieneinsatz, Informationsblätter und Kurzführer und der Katalog. Unter marketingpolitischen Gesichtspunkten gilt es insbesondere die folgenden Wechselwirkungen zu bedenken:
Die Gestaltung des Zusatzangebotes Vorteile und Nutzen eines Museumsbesuchs können für den aktuellen und potentiellen Besucher gesteigert werden, wenn das formale Angebot durch ein Zusatzangebot ergänzt wird. Eine Erweiterung des formalen Angebotes kann in einem Fall notwendig werden, um bestimmte Bedürfnisbereiche bei den Besuchern wirkungsvoller anzusprechen. So kommt beispielsweise die Einrichtung einer Cafeteria den Bedürfnissen nach Kommunikation und Geselligkeit entgegen; der Verkauf von Repliken, "Miniaturexponaten", Drucken von Gemälden etc. kommt dem Bedürfnis entgegen, eine Erinnerung an den Museumsbesuch auch in gegenständlicher Form mit nach Hause zu nehmen; die Installierung eines Literaturverkaufsstandes oder eines Buchladens im Museumsgebäude kommt dem Bedürfnis bildungswilliger, der Fachliteratur aber unkundiger Besucher entgegen, das Gesehene durch themenspezifische Literatur zu vertiefen und das dazu erforderliche Material sofort zu erwerben. Im anderen Fall kann durch die Angebotserweiterung neuen Zielgruppen der Besuch des Museums erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht werden, z.B. durch die Einrichtung eines Kinderhortes, um jungen Eltern einen ungestörten Museumsaufenthalt zu erlauben.
|
||||||
|
Vorwort |
Was ist Museums-Marketing? |
Situationsanalyse und
Positionsbestimmung |
|